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Cherax spec. "black Scorpion"

Cherax spec. "black Scorpion" - Jungtiere (2,5-4 cm) - DNZ

Jungtiere aus eigener Zucht
Gattungsname
Cherax
Artname
spec. "black Scorpion"
Größe
10 - 12 cm
Herkunft
Indonesien
Haltungstemperaturen
18 - 26°C
Aquariengröße
ab 60 L
Futter
Blätter (Seemandel, Eiche etc) Granulat für Krebse, ab und zu Frostfutter wie Cyclops, Fischfutter
Vergesellschaftung
mit kleinen Zwerggarnelen möglich.
Wasserparameter
PH: 6,5 - 8,5 dGH: 4-20; KH: 4-20
Generationendauer
ca. 14 - 20 Monate
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Cherax spec. "black Scorpion" scheint nahe mit den Arten Cherax spec. "orange tip" und Cherax holtuisi verwandt zu sein - da er eine ähnliche Körperform und Größe erreicht. Männchen werden maximal 12cm groß (bleiben eher kleiner) Weibchen werfden gut 8-10 cm groß. Die Jungtiere zeigen schon ab 2-3cm ihre typische Farbe.

Haltung & Beckeneinrichtung Die meisten Krebse können mitunter eine starke Grabtätigkeit aufweisen. Individuell sind sie von Tier zu Tier bzw. von Art zu Art unterschiedlich. Bei ihren Grabtätigkeiten entwickeln sie enorme Kräfte, so dass auch größere Steinaufbauten unterhöhlt werden können und diese evt. dann einstürzen können. Wichtig ist es, den Bodengrund aus feinem Kies oder gröberen Sand auszuwählen und schwere Steine direkt auf eine Bodenplatte aufzulegen. Flache Flusskiesel (Weserkies), Moorkienholzwurzeln und Tonröhren runden die Beckeneinrichtung ab und gewähren den Krebsen zusätzliche Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten.

Wir haben eine breite Palette geeigneter Tonröhren im Programm. Eine weitere, preiswertere aber weniger formschöne Alternative sind Lochziegelsteine. Diese sollten vor dem Gebrauch aber gut 2 Wochen gewässert worden sein (Rückstände aus dem Brennofen)

Geeignete Aquarienpflanzen sind u. a. Anubia Arten oder kräftige robuste Arten wie Hornkraut. Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten, werden nur zögerlich gefressen. Dahingegen zartere Pflanzen wie Wasserpest auch gerne als Erweiterung des Speiseplans genommen. Dagegen hilft eine wöchentliche Fütterung mit pflanzlichen Tabletten (u.a. der Firma Hikari, O.S.I. oder anderer). Krebsbecken sollten eine eher starke bis kräftige Filterung aufweisen, dazu natürlich einmal wöchentlich einen Teilwasserwechsel von gut 30 – 50 %. Durch ihre unsauberen Tischmanieren (Futter wird gerne im Becken verteilt) können Nitrit- und Nitratwerte schnell ansteigen. Als besonders wichtig haben sich auch viele Blätter von Seemandelbaum, Eiche oder Buche gezeigt. Diese sind eine gute Versteckmöglichkeit für Jungtiere, dienen aber auch dem Speiseplan. Darüber hinaus sondern sie Gerbstoffe wie Huminsäuren ab und senken somit die Vermehrung schädlicher Bakterien.

Die Beleuchtung ist eher sekundär zu betrachten, denn die meisten Krebse sind eher dämmerungsaktiv. Eine Temperaturamplitude zwischen Nacht und Tag von 3-4 °C ist gut für das Wohlbefinden und entspricht dem natürlichen Tag- und Nachtzyklus. Im Sommer muss vor einer Überhitzung gewarnt werden. Kurzfristig sind Temperaturen um die 28 – 30 °C auszuhalten, führen aber auf Dauer zu Verlusten. Im Winter sollte die Temperatur im Aquarium auch nicht dauerhaft unter 18 °C fallen.

Futter: Krebse sind omnivor, d.h. Allesfresser. Neben handelsüblichem Spezialfutter für Krebse, können ebenso hochwertige Flocken oder Granulatfutter für Fische verfüttert werden. Abgerundet wird der Speiseplan durch Holz, Laub und geringe Mengen Frostfutter (Cyclops. Artemia).

Vermehrung: Die Geschlechter unterscheidet man bei Cherax Arten anhand der Geschlechtsorgane an den Beinpaaren. Weibchen besitzen am Ansatz des 3. Beinpaares zwei ovale Öffnungen (Gonoporen), aus denen später die Eier austreten. Männchen besitzen dort keine Geschlechtsöffnungen. Vielmehr besitzen sie am 5. Beinpaar jeweils einen Dorn (Gonopoden). Eine Paarung zu beobachten ist recht selten, sie verläuft meist im Verborgenen. Oft verpaaren sich die Krebse nach einem größeren Wasserwechsel mit anschließender Häutung des Weibchens.

Danach zieht sich dann das Weibchen lange zurück und man sieht sie sehr selten, dann aber mit vielen Eiern, die sie am Hinterleib trägt. Die Tragzeit beträgt rund 4 Wochen, mit Schwankungen je nach Beckentemperatur (20 bis 26 °C). Die Jungkrebse können mehrere Wochen in der Nähe des Weibchens verbleiben. Unseren Beobachtungen nach hat das Weibchen noch eine Fresshemmung von 4-6 Wochen. Mitunter ist es ratsam, die Jungkrebse in ein separates Becken zu überführen. Ein Umsetzen des Weibchens inklusive der Eier ist nicht so ratsam. Bei einigen Arten (u.a. Cherax destructor) führt dies oft zu einem vollständigen Verlust der Brut!

Vergesellschaftung: Zwerggarnelen und nicht bodenschlafende Kleinfische eigenen sich bei ausgewachsenen Krebsen der Gattung Cherax sehr gut zur Vergesellschaftung. Schnecken werden als Nahrung angesehen und mit den kräftigen Scheren mühelos geknackt. Altersschwache Fische bzw. Fische, die sehr bodenorientiert sind (vor allem nachts), können mitunter auch auf dem Speiseplan landen.

Besonderheiten: Krebse sind hervorragende Ausbruchskünstler. Stromkabel oder Heizungskabel, die Nahtstelle des Silikons an den Beckenecken  oder auch Luftheber, die bis an die Wasseroberfläche ragen, werden als Hilfsmittel genutzt, um sich selbst durch kleinste Ritzen aus dem Becken zu stehlen.

Bei Ankunft können die Tiere durch den Transport aber auch durch die Dunkelheit im Paket noch sehr farblos erscheinen.  Sie sollten den Beutel mit den Garnelen vorsichtig in ein sauberes Gefäß oder Eimer (keine Putzmittelrückstände!) geben und ca. alle 5 Minuten eine kleine Menge vom Aquarienwasser auffüllen (ca. um 10 – 15 % des Wassers aus dem Beutel). Dadurch können sich die Krebse an die neuen Wasserwerte und Temperaturen in Ruhe eingewöhnen. Je langsamer und länger dieser Vorgang dauert, umso besser ist es für die Tiere.

Nach ca. 1-2 Tagen haben sich die Krebse an ihr neues Zuhause gewöhnt und die Farben sollten wieder deutlich kräftiger werden!

Weitere Informationen zum Versand finden Sie unter dem Menüpunkt „home“ Versandinformationen von Lebendtieren.

Tipps und Tricks zur Pflege finden Sie unter dem Menüpunkt „home“ Aufzucht und Pflege

Viel Spaß mit den neuen Pfleglingen.

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